Finnische Verbindungen zur deutschen Politik

Merkel und die Abhöraffäre sind auch hier seit Tagen wichtiges Thema in den Nachrichten. Doppelseiten in den Zeitungen widmen sich den Hintergründen. Immer mit Verweis auf die Handy-Marke.

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Ilta Sanomat

Abseits des eigentlichen Skandals wird in den Randspalten ihr Nokia-Modell genauestens unter die Lupe genommen. Ein Schelm, wer da Böses denkt.

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Blick aus einem mexikanischen Lokal in Tampere

Das Essen hat trotzdem geschmeckt.

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4 Kommentare zu Finnische Verbindungen zur deutschen Politik

  1. volker sagt:

    NOKIA – einst Weltmarktführer bei Mobiltelefonen – hat den Anschluss bei Smartphones verpasst.
    Heute kommen alle Betriebssysteme aus den USA, die Hardware größtenteils aus Asien.
    Für Werbezwecke irgendwie zu spät oder ein ungünstiger Zeitpunkt. :-)

    Zum echten Skandal:
    Bereits in den 70er Jahren kamen regelmäßig Mitarbeiter des BND in meinen Weltkonzern, um Sicherheitsschulungen durchzuführen.
    Es war konkret die Rede davon, dass die CIA durch ihre Spionagetätigkeit wirtschaftliche Schäden in Milliardenhöhe verursacht. Jährlich!
    Ärgerlich – aber nicht verwunderlich:
    Deutschland war kein souveräner Staat, außerdem war die Politik seit Adenauer ohnehin auf einen 51. US-Bundesstaat ausgerichtet.

    Inzwischen späht die NSA – mit Wissen unserer Regierung – alle Bürger aus, alles für unsere „Sicherheit“.
    Pech, dass jetzt bekannt wurde, dass sogar unsere „Ganslerin“ abgehört wird.
    Die Empörung ist plötzlich groß, an Heuchelei wohl kaum zu überbieten!
    Wie steht es um unsere Demokratie, um unsere bürgerlichen Freiheiten?
    Merkel tritt für eine „marktkonforme“ Demokratie ein!
    (Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen.)
    Die SPD steht kurz vor Eintritt in die große Koalition und begeht damit politischen Selbstmord.
    Als Opposition verbleiben 20 % der gewählten Abgeordneten.
    Unser dummes Volk hat es so gewählt (oder gewollt ?)
    Was tun? Auswandern? Exil?
    :-(

  2. volker sagt:

    Kleiner Nachtrag:

    Natürlich dachtest du Schelm an die „Lex Nokia“ aus dem Jahr 2009, als sich die finnische Regierung von dem mächtigen Konzern erpressen ließ.

    Das Joint-Venture mit Siemens (Nokia-Siemens-Networks) hat sich auch nicht gerade mit Ruhm bekleckert, schließlich lieferte es Überwachungssysteme an Staaten, in denen die Bevölkerung unterdrückt wird.

    Ich stelle mir die Frage, ob der Begriff „Neoliberalismus“ völlig neu definiert werden muss.

  3. Rüdiger sagt:

    Interessant, dass die Herren vom BND kamen. Was hatten die denn im Inland zu schulen? Das wäre doch eher ein Fall für BfV oder BKA gewesen.

    • volker sagt:

      Es war tatsächlich der BND, was damit zusammenhängt, dass
      Siemens damals auch Rüstungsprojekte (Funk Radar) betrieb.
      Da manche Software-Tools bereichsübergreifend eingesetzt wurden, war ich auch betroffen.
      Der BND war u. a. für die Einhaltung von Waffen-Embargos zuständig, so wurden nicht nur Schulungen sondern auch Belehrungen durchgeführt.
      Besonders interessant und delikat war, als die Presse
      Verwicklungen des BND in illegalen Waffenhandel aufdeckte.
      🙂

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