Bild von Reidar Särestoniemi. Aufgenommen im Kunstmuseum in Oulu. Taidemuseo OMA Finnland. ©Tarja Prüss | Tarjas Blog - Reiseblog Finnland

Reidar Särestöniemi oder der Komet von Kittilä

OMA – da bin ich erst mal irritiert. Bei OMA denk ich an Großmutter. Aber ‚oma‘ heißt auf finnisch ’selbst’/’eigenes‘. Omakuva zum Beispiel ist ein Selbstbildnis. OMA ist aber auch die Abkürzung für das OULUN TAIDEMUSEO. Und das feiert dieses Jahr sein 50-jähriges Bestehen mit einer Reihe von Ausstellungen. Jetzt gerade mit dem „Kometen“ Reidar Särestöniemi.

kunstmuseum oulu aussen

Das ist es. Im alten Fabriksviertel gelegen, nicht riesig, eher Kategorie: klein aber fein. Nicht kleckern mit Farbe, klotzen: Jaaa!!! Da hat jemand richtig mit Farbe gearbeitet. Reidar Särestöniemi (1925 – 1981), gilt als bedeutendster finnischer Maler aus Finnisch-Lappland.

Das Werk hier heißt: Sommer:

sarestoniemi werk
Reidar Särestoniemi

„Sininen aurinko ja oranssi kuu“ – „Blaue Sonne und oranger Mond“ heißt die Ausstellung. Erinnert mich vom Thema irgendwie auch an die Miró-Ausstellung, die gerade in Lindau zu sehen war.

Kunst aus Lappland: Reidar Särestoniemi

Das Taidemuseo Oulu schreibt im Begleittext zur Ausstellung:


„The comet from Kittilä, Reidar Särestöniemi (1925-1981), is definitely Lapland’s most famous visual artist ever. This painter, who made his breakthrough at the end of the 1950s, rapidly entered the ranks of great artists who live in the public eye. There were more newspaper articles on Särestöniemi than any of his fellow artists. His works were most expensive in Finland at his time, he was nominated as an artist professor, he was a phenomenon that snowballed on, he wasa reindeer satyr who was compared to Picasso, as Henri Hagman wrote in Kaltio Magazine in 2012. In the mid-1970s people would make a joke like, „The Finnish status symbol is a terrace house with a pool, a Särestöniemi on the wall and commie kids“.“

Seine Inspiration war die Natur, war Lappland. Immer wieder tauchen Rentiere in seinen Bildern auf, ganz oft sind die Jahreszeiten das Thema. Wie hier der kommende Frühling und die blühenden Blumen:

Ausschnitt eines Bildes von Reidar Särestoniemi. Aufgenommen im Kunstmuseum in Oulu. Taidemuseo OMA Finnland. ©Tarja Prüss | Tarjas Blog - Reiseblog Finnland
Ausschnitt des Werkes von Reidar Särestöniemi ©Tarjas Blog

Särestoniemi selbst hat mal gesagt: „(…) I like it to be more like a poem than anything else. Perhaps I use colours in a different way (…) but my starting point is the pure sense of colour and I aim at the effect that the colours trigger the viewer, that he starts to believe in the message the colour carries.“

Kunst aus Lappland: Reidar Särestöniemi: Ausschnitt Winter Birken (Foto: Tarja Püss)
Reidar Särestöniemi

Wie er den Winter, den Schnee und den Frost malt, man spürt regelrecht die Kälte. Beeindruckend!


1 Kommentar zu „Reidar Särestöniemi oder der Komet von Kittilä“

  1. …muss sich wahrlich nicht hinter Picasso verstecken.
    …er mag es eher mit lyrischen, epischen Elementen,
    … großartig!!!

    Reidar Särestoniemi war mir bisher unbekannt.
    Schon wieder etwas gelernt auf meine alten Tage. 🙂

    Bei deinem Lieblingsbild spürt man den Frost – an den Füßen.
    Der plötzliche Wechsel zu warmen Farben im Hintergrund
    verschafft Linderung.

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