Finnland: Siida Museum -Detail: Schnitzereien im Holz (copyright: Tarja Prüss)

Samen in Finnland: Siida

Der Sommer war lang – der heißeste seit 50 Jahren, sagen die im Radio. In Inari dauert ein Sommertag im Normalfall zwei Monate: die Sonne geht nicht unter zwischen dem 22. Mai und dem 22. Juli. Jeder dritte Einwohner in Inari ist Same. Mücken sind ihre Knechte.

Samen in Finnland

Sami – Das letzte Urvolk Europas. Früher zogen sie als Nomaden mit ihren Rentieren und ritzten Botschaften und Wegweiser in die Bäume, heute sind sie mit Motorschlitten, Navy und Handy unterwegs.

Mücken sind die Knechte der Rentierhirten. Um den Mückenschwärmen zu entgehen, sammeln sich die Rentiere in höheren Gegenden. Gute Voraussetzung für die Markierung der Kälber in der Sommerzeit, die dann ihre Ohrmarkierungen erhalten. Jeder Same hat sein eigenes Zeichen.


 

Finnland: Siida Museum -Detail: Schnitzereien im Holz (copyright: Tarja Prüss)

Siida – über Samen

Das erfährt man unter anderem in SIIDA, dem Samenmuseum in Inari. Siida heißt soviel wie Markt – und Dorf. Es bezeichnet das Winterdorf, in dem die Samen früher lebten, als sie noch die meiste Zeit des Jahres mit den Rentierherden mitzogen. Ihre Sprache entstand vermutlich schon 3.000 vor Christus. 1557 wurde sie erstmals in einem Wörterverzeichni…


1 Kommentar zu „Samen in Finnland: Siida“

  1. Wieder ein toller Beitrag, überhaupt unfassbar, was du in drei Wochen schon alles geschrieben hast!
    Dabei hast du beachtliche Strecken zurückgelegt, es scheint als wären dir Flügel gewachsen.
    Habe deine angegebene Website geöffnet, dann auf „Alkuun“ geklickt, es öffnete sich ein Portal mit 5 Kapiteln.
    Oh je, alles nur finnisch!
    Bei „Poro Ja Poronhoito“ habe ich den Text gelesen, eine Passage vermutlich sogar verstanden. :-)
    Google übersetzt „Suomessa poro pärjää jopa -50°C pakkasessa…“ mit „Reindeer stapelt bis zu -50 ° C kalt“.
    Klar, die Poros halten es bis zu -50 Grad locker aus!
    Aber mal ganz ehrlich, diese verdammt schwere Sprache kann
    man allein mit viel Sprachgefühl und Ausdauer nicht lernen,
    ohne dein „finnisches Gen“ wärst du wohl aufgeschmissen?

    Was treibt die Zivilisation mit dem Naturvolk der Samen?
    Könnte man nützliche Errungenschaften des Fortschritts nur
    vom den Überflüssigen trennen.
    Funktioniert leider nie und nirgends.
    Was Pekka Aikkio sagt, stimmt sehr nachdenklich und traurig.
    „Es gab kein Geld und keine Flauten…“ bedeutet auch:
    Keinen Neid, keine hausgemachten Krisen…die Welt der Samen war einmal heil.
    Das Schicksal der nordamerikanischen Ureinwohner werden sie
    gottlob wohl nicht erleiden, dafür sorgt der finnische Staat.

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